Zahlungsdienstleister – teuer aber unverzichtbar

Zahlungsdienstleister sind leider ein notwendiges Übel: Sie verursachen hohe Gebühren, in der Anwendung manchmal Probleme und bergen ein zusätzliches Sicherheitsrisiko, aber leider arbeiten die meisten Online-Programme mit solchen „Geld-Zwischenstationen“.

Im Grunde sind diese Zahlungsprozessoren wir eine dazwischen geschaltete Online-Bank, bei der wir ein zusätzliches Konto führen (müssen). Die Gebühren sind allerdings weit höher als bei Banken im deutschsprachigen Raum. Allerdings muss man auch feststellen, dass Bankdienstleistungen in Deutschland besonders günstig sind (weil uns die Banken bei allen Anlageprodukten schröpfen). Banken in anderen Ländern (zum Beispiel in der Karibik) erheben zum Teil ebenso hohe Gebühren für langsame Leistungen…

Die Beliebtheit der Prozessoren ändert sich im Laufe der Zeit erheblich. Ich gehe hier nur auf die wichtigsten und allgemein gebräuchlichen ein. Manche Programme arbeiten nur mit einem speziellen Dienstleister zusammen – dann haben wir ohnehin keine Wahl wenn uns das Programm interessiert. Der Vorteil fast aller Dienstleister ist, dass Sie sich nur bei Aktivität bezahlen lassen, das bedeutet, dass man sich ruhig mehrere anschaffen kann, da sie keine laufenden Kosten verursachen. Tatsächlich sollten sich Einsteiger am besten mehrere auf einmal zulegen, da fast alle Verifizierungen benötigen und wenn man die dafür erforderlichen Dokumente wie Pass, aktuelle Versorgungsabrechnung (Strom oder Gas werden immer, Telefon nur manchmal akzeptiert) und bei manchen Kontoauszug des verbundenen Bankkontos eingescannt hat, kann Sie sie am besten mehrfach nutzen. Scannen Sie am besten sowohl als PDF-Dateien als auch im JPG-Format, da alle Anbieter unterschiedlich Anforderungen haben.

Payeer

Aktuell der wohl beliebteste Anbieter ist Payeer. Dieser Anbieter ist auch ohne Verifizierung sofort nutzbar und kann per Bitcoins aufgefüllt werden. Es gibt Gebühren beim Zahlungseingang (ein Prozent) und Zahlungsausgang (unterschiedlich). Es gibt hauseigene Prepaid-Kreditkarten in USD und Euro, die in der Praxis gut funktionieren. Einen Payeer-Account braucht heute jeder Online-Unternehmer. Die Anmeldung ist in wenigen Minuten erledigt: hier 

Perfect Money PM

Ebenfalls sehr schnell zu eröffnen ist ein Perfect Money Konto. Perfect Money ist jedoch ein Dienstleister, der nur den „halben Service“ anbietet, da man weder direkt einzahlen noch auszahlen lassen kann. Man braucht also immer noch einen zusätzlichen Dienstleister. Dafür ist Perfect Money (PM) auch relativ preiswert und wenn man einmal einen Account mit einem gewissen Bestand hat, funktioniert Perfect Money problemlos. Anmelden kann man sich hier

Advance Cash ADV

Advance Cash ist sehr flexibel und nicht nur Konten in Euro und Dollar. Es gibt praxistauglich Prepaid-Kreditkarten und viele integrierte Wechsel- und Transfermöglichkeit (Bitcoins und andere Zahlungsdienstleister). Einzahlungen und Auszahlungen sind ebenfalls in unterschiedlichen Währungen möglich. Es gibt eine Zwei-Faktor-Authorisierung über SMS oder Token. Die Kosten für Geldtransfers sind niedrig und es werden keine Gebühren beim Zahlungseingang erhoben. Da Advance Cash immer häufiger genutzt wird und mit seinem Standort in Panama der Kontrolle und dem unberechtigten Zugriff der EZB entzogen ist, kann ich ADV nur empfehlen. Anmelden können Sie sich hier.

Payza

Der vor allem in Nordamerika beliebte Anbieter glänzt mit einem hervorragenden Support und übersichtlichen Aufbereitung der Transaktionen. Es gibt eine große Währungsvielfalt und selbst Transfers in diesen Währungen sind möglich. Die Verifizierung bei Payza ist sehr kleinlich und speziell für Firmen manchmal extrem schematisch. Die Aufladung ist auch über Kreditkarten und Bitcoins schnell möglich.

Auf der Negativseite stehen eigentlich nur die extrem hohen Gebühren (allein beim Zahlungseingang 2,9 Prozent plus Fixbetrag, so dass sich Payza für Beträge unter 20 Dollar schon von der Gebührenstruktur her verbietet). Die Kontoeröffnung startet hier.

Solid Trust Pay STP

Solid Trust Pay wird kaum noch genutzt, da neben ebenso hohen Gebühren wie Payza die Leistungen sehr unflexibel waren. Mittlerweile sind aber auch bei STP Bitcoin-Funktionalitäten eingebaut (allerdings sehr, sehr langsam). Wenn es nicht zwingend vorgeschrieben ist, sollte man sich eher für die oben genannten entscheiden. Anmelden kann man sich hier.

OK Pay

OK Pay wird heute kaum nach genutzt, obwohl die Leistungen relativ preiswert sind. Anmelden kann man sich hier.

Von 2Pay4you kann ich nur abraten, da man die finanzielle Verantwortung für einen Fehler eines Beauftragten Anbieters nicht übernommen hat und so Kundengelder nicht ausgezahlt wurden und verschwunden sind.

Auf die speziellen Bitcoin-Dienstleister gehe ich in einem eigenen Artikel ein.

Veröffentlicht in Zahlungsdienstleister

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