Online Geld verdienen – aber wie

Wer sich bisher noch nicht mit den Möglichkeiten, online Geld zu verdienen, beschäftigt hat, kann mit vielen Begriffen natürlich noch nichts anfangen und scheitert somit schon vor dem eigentlichen Start.

Ortsungebundene Arbeit

Zunächst einmal muss man zwischen aktiver Arbeit und Online-Programmen unterscheiden, denn Sie können auch online Ihrer Arbeit nachgehen. Dies funktioniert nicht nur bei Webdesignern oder Programmierern, sondern auch für „ungelernte Menschen“ – so können zum Beispiel, Übersetzungen gemacht, Texte redigiert oder auch geschrieben werden, Sprachdateien geschrieben (transkribiert) werden und vieles mehr. Auch Handelstätigkeiten als Reseller gehören zur breiten Palette der Möglichkeiten.

Alternative zur Kapitalanlage

Für mich und für diesen Blog geht es aber um „alternative Kapitalanlagen“, also um passives Geldverdienen. Auch wenn es manchmal nicht ganz passiv ist, man also zum Beispiel Werbung anschauen oder ein paar Klicks machen muss. Bei manchen Programmen muss man auch täglich neue Geschäftseinheiten kaufen, also seine Erträge wieder anlegen. Man kann mit Online-Programmen nämlich Renditen erzielen, die kaum jemand durch Kapitalanlagen erreicht.

Um das Potential und die Möglichkeiten nachvollziehbar zu machen, habe ich im März 2016 ein Musterportfolio geschaffen, dessen Wertentwicklung von meinen Partnern und Lesern nachvollzogen werden kann. Im Jahre 2016 betrug die Rendite des eingesetzten Arbeitskapitals deutlich mehr als 100 Prozent – bei breit gestreutem Risiko und zwangsläufig auch vielen Verlustpositionen. Das ist nämlich etwas, dass Sie lernen müssen:

Mit Online-Programmen verliert man sein Geld

Immer! – Es kommt nur darauf an, vorher mehr Geld zu verdienen als man zu Beginn eingesetzt hat, denn das ist der Gewinn! Wenn Sie also nicht verlieren können, müssen Sie es entweder lernen oder auf Online-Programme verzichten. Jeder, der Ihnen etwas anderes sagt, belügt Sie um Ihnen sein einmaliges, nie da gewesenes, neuartiges bzw. die Welt veränderndes Programm aufzuschwätzen.

Welche Arten gibt es nun?

Natürlich ist der Onlinemarkt im stetigen Wandel und extrem kurzlebig: Manche Programme existieren nur wenige Wochen – und man kann manchmal trotzdem damit Gewinne machen. So sind auch die Kategorien bzw. Geschäftsarten im stetigen Wandlungsprozess. Dennoch haben sich einige Kategorien etabliert

RevSharer

Diese Werbeplattformen gehören zu den ältesten Kategorien und stellen in gewisser Weise die Basis der Programme dar – solange Sie auch solide aufgebaut sind. Man kauft Werbepakete mit Einblendungen auf der Internetseite des Programms. In der Regel muss man selbst auch 5 bis 10 solcher Werbeseiten pro Tag schauen wodurch sichergestellt wird, dass die ver- bzw. gekaufte Werbung auch tatsächlich „geliefert“ wird. Im Gegenzug erhält man einen Anteil an allen Einnahmen der Plattform (dies sind in der Regel nur ein paar extern verkaufte Werbeeinblendungen und die von den Mitgliedern gekauften Werbepakete) – Es handelt sich also um ein Ponzi- oder Schneeballsystem. Bevor Sie jetzt abwinken: Die Rentenversicherung ist auch ein Schneeballsystem! Oder die Arbeitslosenversicherung! Man kann es nämlich auch anders ausdrücken: Solidargemeinschaft – es bleibt immer das Gleiche, denn die neuen Einnahmen dienen dazu, die alten Verpflichtungen zu erfüllen. Im Falle der Rentenversicherung werden mit Beitragseinnahmen die Renten bezahlt und im Falle der RevSharer mit den Neuumsätzen die Erträge der zuvor verkauften Pakete bezahlt.

Damit das System möglichst lange funktioniert, dürfen die Erträge nicht zu hoch sein. Solide sind hier 0,6 bis 2 Prozent am Tag. Wenn man – wie bei vielen Programmen – einen Teil der Einnahmen wieder anlegen muss, dürfen es auch 3 bis 4 Prozent sein.

Insgesamt wird man meist nur bis zu einem bestimmten Prozentsatz des ursprünglich gekauften Werbepaketes an den künftigen Erträgen beteiligt. Dies sind meist zwischen 110 und 130 Prozent bei den soliden Programmen. Man macht also einen Gewinn von 10 bis 30 Prozent. Da das eingesetzte Kapital aber bereits beim Start ausgegeben wird, ist man zunächst 100 Prozent im Minus und arbeitet sich dann langsam in Plus – Ich nenne dies immer die Risikozeit. Das Risiko ist also immer 100 Prozent – also Totalverlustrisiko! Bei einem Ertrag von 2 Prozent pro Tag benötigt man also 50 Tage um aus dem Risiko zu kommen.

Die neueste Variante hat My24hour kreiert, denn dort werden alle Erträge ausgeschüttet und man kann nicht im System wieder anlegen. Dadurch ergibt sich eine hohe Transparenz.

Gute RevShare-Programme mit vielen Mitgliedern können durchaus viele Monate bis zu wenigen Jahren funktionieren.

 

Payback-Programme

GetMyAds hat diese neue Kategorie etabliert: Im Gegensatz zu Revsharern erscheint die gekaufte Werbung nicht auf der eigenen Plattform. Teile der Einnahmen werden aber für andere Aktivitäten genutzt (GetMyAds oder Trafficnetworkads finanzieren z.B. Werbekampagnen zum Produktverkauf und die Affiliateeinnahmen fließen in die Ausschüttungen, bei MyAdsino wird die Werbung für das Online-Casino finanziert und dessen Gewinne fließen zurück). Dadurch hat man zwar ein gewisses unternehmerisches Risiko, kann aber – wenn es gut läuft – auch ein System etablieren, das Jahre erfolgreich Einnahmen generiert. Für uns ist der weitere Vorteil, dass man nicht klicken muss also wirklich passiv Geld verdient. Die Payback-Programme stellen also zu Recht die Grundlage bzw. Basis des Online-Unternehmertums dar. Hier muss der überwiegende Teil des Arbeitskapitals etabliert werden.

 

Matrixprogramme bzw. Cycler

Bei diesen Programmen wird ein fester Einsatz gezahlt. Der Einsatz von mehreren Teilnehmern wird gesammelt und dann ausgeschüttet. Die Bezeichnungen verraten dann, wie viele Teilnehmereinsätze nach oben durchgereicht werden. Dabei lauten die Bezeichnungen zum Beispiel 1×2 – 1 steht dabei für die Anzahl der untergeordneten Ebenen und 2 für die Anzahl der Positionen in der jeweiligen Ebene. 1×2 ist also die kleinste aller Möglichkeiten mit nur einer untergeordneten Ebene und zwei Positionen in dieser Ebene. Wenn also jeder Teilnehmer 10 Dollar bezahlt, kann die Matrix 20 Dollar (abzüglich Gebühren und Vermittlungsprovisionen) ausschütten. Soweit so gut, aber damit die Teilnehmer 2 und 3 auch ihre 20 Dollar verdienen können, müssen in der dritten Ebene schon vier neue Teilnehmer hinzukommen, dann acht, dann 16, dann 32 usw.

Eine 2×3 Matrix hat also 2 Ebenen mit jeweils 3 Teilnehmern darunter, d.h. in der zweiten Ebene sind es schon 9 Personen – insgesamt also 12. Die möglichen Gewinne werden also immer größer, je tiefer die Matrix geht – das Problem dabei ist nur, das gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass man seine Matrix füllen kann, dramatisch abnimmt. Bei einer 4×4 Matrix, die dann aus nur zehn Dollar 2500 Dollar macht, muss der letzte Teilnehmer, der die Matrix des ersten komplettiert, schon auf 64768 Teilnehmer hoffen um seine eigene Matrix zu füllen. Ein Cycler zahlt dabei immer erst zum Ende, also bei komplett abgeschlossenem Zyklus. Matrixprogramme meist pro Ebene oder sogar pro Teilnehmer. Ein wesentliches Problem kommt aber noch hinzu, denn nur die sogenannten „company forced“ Matrixprogramme reihen die Teilnehmer alle hintereinander ein. Die meisten Matrix-programme sind aktiv, d.h. man muss sich die Teilnehmer für seine Matrix selbst suchen. Den meisten fällt es schon schwer, die beiden Teilnehmer einer 1×2 zu finden – geschweige denn 256 Teilnehmer für eine 4×4-Matrix. Ein Zwischending sind die sogenannten Team-forced-Matrix-Systeme, bei denen die Teilnehmer „nach unten weitergeleitet“ werden (Spillover). Nehmen wir eine 1×3 Matrix an, dann kann jeder nur 3 Partner in seiner Matrix „unterbringen“. Wenn ich also nun 12 Personen werbe, werden die restlichen 9 nach unten weitergeleitet und füllen damit die Matrix der ersten geworbenen.

Es ist also ziemlich schwer, bei Matrixprogrammen zum Erfolg zu kommen und setzt regelmäßig einen ganz frühen Einstieg voraus.

Abo-Cycler

Um dem Problem der Nachfolgepositionen zu begegnen, wurden im Herbst 2015 erstmals sogenannte Abo-Cycler kreiert. Dabei kauft man nicht nur eine sondern zu Beginn gleich mehrere Positionen (z.B. 10), die dann im Abstand von jeweils (zum Beispiel) einer Woche aktiviert werden. So weiß man also, dass auch künftig neue Positionen hinzukommen. Auch wenn die Programmanbieter etwas anderes sagen: Auch hier profitieren die frühen Positionen am stärksten. Meist kann man auch mehrere Abopositionen kaufen, was gerade zum Start der Programme rentabel sein kann. Steigen Sie aber niemals in ein seit längerem laufendes Matrix- oder Cyclerprogramm ein, es sei denn, Sie können die Teilnehmer selbst rekrutieren.

 

Miningprogramme

Die zunehmende Beliebtheit von Cryptowährungen wie Bitcoins hat auch das gemeinschaftliche Mining in Online-Programmen etabliert. Allerdings gibt es gerade in diesem Bereich auch viele „Vertriebs-Programme“, die keinen Nutzen bringen. Was nützt mir eine Digitalwährung, wenn ich Sie nicht frei handeln oder zum Kauf von Waren nutzen kann? Denken Sie also selbst darüber nach, ob man mit der geminten Währung auch etwas anfangen kann, bevor Sie sich ein Paket kaufen – die Beliebtheit ist da leider kein Kriterium wie es 2,8 Mio. Onecoinbesitzer täglich feststellen können.

Das Mining in handelbaren Währungen wie Bitcoin oder Ether wird aber zunehmend uninteressant, d.h. wenig rentabel; zumal ja in einem Programm immer auch Vertriebskosten und Gebühren hinzugerechnet werden müssen.

 

Tradingprogramme

Eine lukrative Art der Onlineprogramme können die sogenannten Tradingprogramme sein. Allerdings tummeln sich hier auch viele Möchtegern-Trader und Betrüger. Wirklich gute Trader liefern Ihnen natürlich gute Gewinne, behalten aber oft 50 Prozent des Ertrages für sich. Wenn also der ausgeschüttete Gewinn schon 30 Prozent pro Monat ist, müsste der reale Gewinn 60 Prozent sein – auf Dauer ist so etwas nicht erzielbar. In solchen Programmen wachsen meist nur virtuelle Konten und Depots. Die alte Börsenweisheit „Gier frisst Hirn“ gilt besonders bei diesen Programmen. Sehr hohe und gleichmäßige Ergebnisse sollten Sie also eher abschrecken als anziehen!

 

HYIP

Der Begriff kommt von „High Yield Income Program“ und kategorisiert alle Programme mit extrem hohen Erträgen. Diese kommen mit immer anderen Geschichten an den Markt – in der letzten Zeit geht es oft um Bitcoins oder Bitcoinmining. Die dort zum Teil offerierten Tagesgewinne entsprechen aber oft der möglichen Jahresrendite. Die Story dieser Programme ist also eigentlich fast gleichgültig: ob Sportwetten, Trading, Mining, Werbeprogramme – wenn die Renditen auf 4 Prozent pro Tag und mehr steigen, ist es ein HYIP und der Lebenszyklus beschränkt sich meist auf wenige Wochen. Als Beimischung kann sich ein HYIP-Programm lohnen, wenn die Risikozeit sehr kurz ist – ein Monat Risiko ist aber immer zu lang.

 

Veröffentlicht in Allgemeines, Basisprogramme, im Test, Langfristspekulation, Renditehits

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